Las Vegas hat 500 Kirchen, aber gebetet wird erst, wenn das Geld alle ist

Der Strip im Abendlicht
Las Vegas (ADN). Mehr als 40 Glaubensgemeinschaften und 500 Kirchengebäude bietet Las Vegas, aber Wallfahrer gibt es keine. Seit der US-Bundesstaat Nevada 1931 das Glücksspiel legalisiert hat, kommen Besucher zuerst zum Spielen und nur zum Beten, wenn die letzte Münze im Automaten auf Nimmerwiedersehen verschwunden ist. Für das vergangene Jahr meldete die Tourismusbehörde Las Vegas Convention and Visitors Authority (LVCVA) einen neuen Besucherrekord. 2,8 Prozent mehr als 1996 trieben die Zahl auf mehr als 30 Millionen Gäste. Die Zahl der Hotel- und Motelzimmer überschritt erstmals die Marke von 100.000 und wuchs um 6,3 Prozent auf 105.347. Ein Ende des Booms ist nicht in Sicht.
Aktuelle Zahlen zum Glücksspiel liegen für 1997 noch nicht vor, aber sie dürften erneut über den Rekordmarken des Vorjahres liegen. 22,5 Milliarden Dollar (40 Milliarden Mark) brachten die Touristen 1996 in die Wüstenstadt, rund
sechs Milliarden Dollar allein im Glücksspiel. Neun von zehn Besuchern spielten im Durchschnitt 4,1 Stunde pro Tag und gaben 580 Dollar dabei aus. Wer sein Budget überschreitet, kann allerdings auch gleich nach einem neureichen Ehegatten
Ausschau halten. Mit 50 Heiratskapellen und 100.000 Hochzeiten pro Jahr ist Las Vegas auch hier auf Rang eins in den USA. Allerdings sollten noch 35 Dollar für die Heiratsgebühr nach dem Spielen übrig sein.
Angst haben sollten
Besucher vor der Stadt mit ihrer einer Million Einwohner aber nicht. In Las Vegas gibt es das preiswerteste Essen, das ganze Jahr Sonne, einen der modernsten Flughäfen, die billigsten Hotelpreise, die größten Shows, eine Unmenge
Attraktionen und relative Sicherheit. Das «1998 Discover Nevada Bonus Book» gibt es umsonst. Die staatliche Tourismusbehörde hat dieses 54seitiges Heft mit einer Art Rabattmarken aufgelegt, das beim Einkaufen und Buchen 2.000 Dollar sparen
kann. Geld, das nicht unbedingt in die einarmigen Banditen geworfen werden muß, sondern beispielsweise für einen Ausflug in die einmalige Umgebung verwendet werden kann.
Mit seinem Flughafen und preiswerten Verbindungen ist die
Stadt der ideale Ausgangspunkt für eine Tour in die Nationalparks des Westens, angefangen vom Grand Canyon in Arizona bis zum Death Valley in Kalifornien. Mietwagen sind vor Ort günstig, aber am preiswertesten vorher in Deutschland zu
buchen. Die Wüstensonne sengt zwar unerbittlich über der Stadt, aber nur eine Stunde Autofahrt entfernt bietet der Mount Charleston in rund 3.000 Meter Höhe Skivergnügen im Winter und Pferdetouren im Sommer. Wem das nicht Abenteuer genug
ist, der kann den Colorado River in drei- bis acht-Tages-Touren bezwingen oder die einstige Ranch von Industrieerbin Vera Krupp im Spring Mountain Park besuchen.
Mit acht Museen wirbt die Tourismusbehörde. Einige davon wie das
überkitschte Museum von Schnulzensänger Liberace gehören einfach in den Gruselkatalog eines Amerikabesuches. Zumindest geht ein Teil der Einnahmen als Stipendium an bedürftige Kunststudenten. Nicht aus Plastik ist die bis Jahresende
geöffnete Ausstellung von neun chinesischen Dinosauriern. Es ist die größte (Dino-)Gruppe, die jemals die Erlaubnis zur Ausreise aus China erhielt, teilte die Tourismusbehörde mit. Das ist aber noch nicht das Besondere - es wird den
Besuchern empfohlen, sie vor einem Kasinobesuch anzufassen, um Glück im Spiel zu haben. Wer verliert, kann sich ja bei den Dinos beschweren.
toa/clp
ADN5001 20. März 1998 10:25 Uhr
_____________________________________________
Las Vegas: Hochzeit auch für
gleichgeschlechtliche Paare in Sicht
Las Vegas (ADN).
Das amerikanische Spielerparadies Las Vegas will seiner Rekordzahl von jährlich 110.000 Hochzeiten offenbar einen weiteren Schub nach oben geben. Bürgermeisterin Jan Laverty Jones hat eine Proklamation zur Unterstützung gleichgeschlechtlicher Heiraten unterzeichnet, teilte die Tourismusbehörde Las Vegas Convention and Visitors Authority (LVCVA) mit. Es werde angenommen, daß Frau Jones neben dem Bürgermeister von San Francisco das einzige Stadtoberhaupt der USA ist, das das Papier unterschreibt. Vertreter von Schwulen- und Lesbenbewegungen haben angekündigt, noch für 1999 ein entsprechendes Heiratsgesetz für Nevada durchsetzen zu wollen.
Nirgendwo sonst in der westlichen Hemisphäre ist Heiraten leichter als in Las Vegas. Eine Hochzeitslizenz kostet 35 Dollar (65 Mark). Geheiratet werden kann sofort in einer der 50 Hochzeitskapellen. Am Wochenende des Valentinstages
schlossen allein 2.590 Paare den Bund fürs Leben (der im Bundesstaat Nevada allerdings problemlos auch wieder aufgelöst werden kann). Die Zahl von 110.696 Hochzeiten im vergangenen Jahr ist ein neuer Rekord. 1996 lag die Zahl erst bei
104.920 Eheschließungen. «Jedes Jahr steigen die Zahlen», heißt es in der Pressemitteilung. Prognosen zu Veränderungen nach einer möglichen Legalisierung der gleichgeschlechtlichen Ehe wurden nicht gemacht.
toa/tba
ADN5003 03. April 1998 09:24 Uhr
_______________________________________________
Längste Silvesterfeier der Welt
beginnt 1999 in Las Vegas
Las Vegas (ADN). Die längste Silvesterfeier der Welt wird am 31.
Oktober 1999 in der Spielerstadt Las Vegas (US-Bundesstaat Nevada) beginnen. Die Party soll sich über 15 Monate bis zum 15. Januar 2001 hinziehen, teilte die Tourismusbehörde Las Vegas Convention and Visitors Authority (LVCVA) mit. «Die
Feiern im ganzen Staat werden die großartigsten und schönsten zur Jahrtausendwende sein, die die Menschheit je sehen wird», erklärte der Direktor der Nevada Commission of Tourism, Tom Tait. Einzelheiten sind noch nicht bekannt.
Las
Vegas hat die meisten und am besten ausgelasteten Hotelzimmer der USA, heißt es in einer Erhebung der Beratungsfirma Smith Travel Research. Im Juni wurden 106.100 Zimmer registriert, die im vergangenen Jahr zu 86,4 Prozent belegt waren. An
zweiter Stelle folgte New York mit 66.600 Zimmern und einer Auslastung von 80,5 Prozent und danach San Francisco mit 42.900 Zimmern und 79,9 Prozent Belegung. Der Durchschnittspreis lag in Las Vegas bei 62 Dollar pro Nacht - 13 Dollar
weniger als der Landesdurchschnitt. New York erwartet dagegen für dieses Jahr einen durchschnittlichen Zimmerpreis von 200 Dollar pro Nacht.
Der McCarran International Airport von Las Vegas wurde in diesem Sommer ebenfalls um ein
neues Terminal erweitert, das 26 zusätzliche Abfluggates bringt und die jährliche Flughafenkapazität von 30 auf 45 Millionen Passagiere steigert. Vor 50 Jahren begann der Flugbetrieb in Las Vegas mit zwölf Flügen täglich. Heute sind es
rund 800 Starts und Landungen pro Tag. Im vergangenen Jahr besuchten rund 30 Millionen Menschen die Wüstenstadt und brachten der regionalen Wirtschaft Einnahmen von 25 Milliarden Dollar.
toa/tba
ADN5002 29. Juni 1998 09:40 Uhr
_____________________________________________
Las Vegas mit Romantik-Bonus -
Deutsche führen beim Heiraten
Las Vegas (ADN). Das amerikanische Magazin «Honeymoon» (Flitterwochen) hat Las Vegas unter die fünf
romantischsten Städte der USA gewählt. San Francisco, New Orleans, New York und Charleston (South Carolina) teilen sich den Ruhm mit der Spielerstadt, teilte die Tourismusbehörde Las Vegas Convention and Visitors Authority (LVCVA) mit.
Mit über 110.000 Hochzeiten pro Jahr ist Las Vegas die Heiratshauptstadt der Welt. Bei den ausländischen Paaren führen die deutschen, gefolgt von denen aus Kanada, Frankreich und Belgien. Genaue Zahlen wurden nicht angegeben. Nach
einer LVCVA-Erhebung sind ein Viertel aller frischgetrauten Paare Bürger des Bundesstaates Nevada, ein Drittel kommt aus Kalifornien und 15 Prozent aus dem Rest der USA. Eine Hochzeitslizenz kostet 35 Dollar (65 Mark). Geheiratet werden
kann in einer der 50 Hochzeitskapellen.
toa/tba
ADN5001 03. August 1998 10:03 Uhr
_____________________________________________
Las Vegas bei US-Touristen beliebter als New York
Las Vegas (ADN). Die
Spielerstadt Las Vegas hat New York in der Beliebtheitsskala amerikanischer Touristen überholt. Nach der Herbstumfrage der Travel Industry Association of America (TIA) unter 1.500 Erwachsenen rangiert der Bundesstaat Nevada mit seiner
größten Stadt Las Vegas auf Rang vier vor New York und hinter Florida, Kalifornien und Hawaii, teilte die Tourismusbehörde Las Vegas Convention and Visitors Authority (LVCVA) mit.
Im Oktober hat Las Vegas mit einem Plus von 4,9
Prozent den höchsten Besucherzuwachs seit eineinhalb Jahren registriert. Die Auslastung der 109.000 Hotelzimmer wuchs um 2,3 Prozent auf 89,4 Prozent. Der Umsatz im Glücksspiel stieg um 11,7 Prozent im Vergleich zum Oktober des Vorjahres.
Insgesamt kommen jährlich über 30 Millionen Gäste in die Wüstenstadt.
toa/tba
ADN5004 21. Dezember 1998 09:45 Uhr
__________________________________________
Four Seasons eröffnet
erstes Las-Vegas-Hotel ohne Glücksspiel
Toronto/Las Vegas (ADN). Die kanadische Luxus-Hotelkette Four Seasons will in diesem Frühjahr das erste Hotel in der Spielerstadt Las Vegas ohne angeschlossenes Kasino eröffnen.
Geplant sind 424 Zimmer am südlichen Ende des glitzernden Las Vegas Boulevard, teilte der Konzern in Toronto mit. Las Vegas habe sich in den vergangenen Jahren immer mehr zu einer Messe- und Geschäftsstadt entwickelt. Für Geschäftsreisende
und Erholungssuchende solle das Four Seasons Las Vegas zu einem stilvollen Rückzugsort werden.
Wer aber gar nicht auf das bequeme Spiel in Las Vegas verzichten will, kann das nahegelegene Kasino des neuen Mandalay Bay Resorts
nutzen. Das Four Seasons belegt die 35. bis 39. Etage des Mandalay Bay Resorts, ist aber durch einen eigenen zweistöckigen Eingangsbau ansonsten von dem Resort getrennt.
Außerdem kündigte Four Seasons an, in Shanghai sein erstes
Hotel in der Volksrepublik China eröffnen zu wollen. Mit dem chinesischen Mischkonzern Shanghai Industrial Holdings Limited wurde ein entsprechender Kooperationsvertrag abgeschlossen. Das 440-Zimmer-Hotel soll im Juli des Jahres 2000
eröffnet werden. Four Seasons rechnet durch den neuen Flughafen und die aufstrebende Wirtschaft in Shanghai mit einer deutlichen Nachfrage nach Oberklasseunterkünften.
Für 1999 will Four Seasons noch Hotels in Paris (George V),
London (Canary Wharf), Kairo, Punta Mita/Mexico, und Scottsdale/Arizona eröffnen oder wiedereröffnen. Mit gegenwärtig 42 Hotels in 18 Ländern ist Four Seasons nach eigenen Angaben der führende Betreiber von Luxushotels in der Welt. Weitere
Informationen gibt es im Internet unter www.fourseasons.com.
toa/tba
ADN5006 22. Januar 1999 09:32 Uhr

wüstenhafte Umgebung
Lichtermeer Freemont Street






















INHALT
USA
Bermuda
Puerto Rico
Hong Kong
Malaysia
China
Australien
Ägypten
Europa
Thüringen
Airlines
Hotels
Comics
Zeitungsseiten
Persönliches
Links
Bewerbung



