Steigender Dollarkurs kann Besucher von San Francisco kalt lassen - Tourismusbüro bietet Liste mit zehn kostenlosen Attraktionen

San Francisco im Nebel
Auch im Nebel kann San Francisco für wenig
Geld viel Spaß machen.

San Francisco (ADN). Damit hatte Onkel Fred nicht gerechnet. Die Kreditkartenabrechnung war korrekt, aber der Wechselkurs ist in die Höhe gestiegen und vermiest ihm nun den Ausflug in die USA. Vor drei Jahren bekam er einen Dollar für 1,50 Mark, jetzt muß er dafür saftige 20 Prozent mehr hinblättern. Das Tourismusbüro «San Francisco Covention and Visitors Bureau» hätte dem Mann helfen können. Für nur drei Dollar verschickt es «The San Francisco Book» mit preissparenden Hinweisen und informiert vor Ort auch umsonst über zehn kostenlose Urlaubsaktivitäten für Familien.

An erster Stelle steht der 412 Hektar große Golden Gate Park mit seinen Wiesen, exotischen Pflanzen, Spielplätzen und kostenlosen Führungen an jedem Wochenende zwischen Mai und Oktober. Danach kommen die Museen von denen es 65 in der Stadt gibt. Umsonst kommt man in die familienorientierten Ausstellungen, zumindest an einem Tag im Monat. Mitten im Golden Gate Park gehören die drei Museen der Wissenschaftsakademie dazu. Ins Steinhart Aquarium mit seinem lebendigen Korallenriff geht es am ersten Mittwoch im Monat umsonst. Das Karrikaturenmuseum setzt an diesen Tagen auf «zahl' was Du willst» und das Museum für die berühmten Straßenbahnen «Cable Cars» ist immer kostenlos.

Historische Festungsanlagen wie das noch aus spanischer Zeit stammende «The Presidio» mit 23 Kilometer langen Fahrradwegen oder die Befestigungsanlage Nummer 129 mit einem 360-Grad-Rundumblick auf die Bucht von San Francisco gehören ebenso ins freie Programm. Vier
freie Strände führt das Touristenbüro in seiner Aufzählung auf, den Zoo (kostenlos am ersten Mittwoch im Monat), Sommerfestivals in den Parks sowie geführte Wandertouren zur Geschichte der Golden-Gate-Brücke, dem Goldrausch um 1849 und anderen Attraktionen. Eine spezielle Karte informiert über eine fast 80 Kilometer lange Autotour zu touristischen Höhepunkten. Den Abschluß bilden die Spielplätze in der kinderfreundlichen Kommune.

Letzter Schrei bei knauserigen Besuchern ist das Treppensteigen. «Was ist billiger als das Fitness-Center, besser als ein Blick von der Golden-Gate-Brücke und genauso historisch wie die Cable Cars?», fragt Adah Bakalinsky in ihrem Buch «Treppenwanderungen in San Francisco». Mehr als 300 öffentliche Treppenanlagen bietet die Stadt zu ihren 43 Hügeln. Die meisten dienen den Einheimischen als Abkürzung zu den in Serpentinen dahinkriechenden Straßen, aber mehr und mehr Touristen entdecken auf den Stufen die anderen Seiten der Metropole.

Weit über 3,5 Millionen Touristen wohnen jährlich in den Hotels und Motels von San Franciso. Zu den zahlenstärksten Überseegebieten zählt das Touristenbüro Japan, Deutschland und Großbritannien. Rund fünf Milliarden Dollar (neun Milliarden Mark) nimmt die Stadt mit den Touristen ein. Der Tagesdurchschnitt bei Ausgaben von Besuchern, die im Hotel schlafen, liegt bei 170 Dollar. Zwischen 30.500 Hotelzimmern, 3.300 Restaurants und 118 Nachtklubs können die Touristen wählen.

Weitere Informationen gibt das San Francisco Convention and Visitors Bureau, Visitor Information Center, P.O.Box 429097, San Francisco, CA 94142-9097, USA.

toa/clp
ADN5001 23. März19 98 09:52 Uhr

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