Sultan von Terengganu wohnt nur halb so schön wie die Touristen - Wettergarantie: Bei Regen in der Monsunzeit gibt es Geld zurück
Dungun (ADN). Der Palast des Sultans von Terengganu hat keine Chance, in den Märchen aus 1.000 und einer Nacht mitzuspielen. Der Repräsentant des malaysischen Bundesstaates bewohnt eine Art französisches Palais mit modernem
Anbau an der Hauptverkehrsstraße der kleinen Metropoloe Kuala Terengganu. Wenn überhaupt, dann hat er die orientalische Pracht gut im Innern versteckt. Aber der moderne und bescheidene Sultan
lädt gewöhnliche Touristen auch nicht zu sich ein. Wer den richtigen Spürsinn hat, kann in den kommenden Monaten in einem für europäische Augen weit schöneren «Palast» residieren - nur eine Stunde Fahrzeit vom Sultan entfernt.

Francis Law - einst Führungskraft beim US-Ölmulti Mobil und heute Projektentwickler bei Malaysias größtem Baukonzern YTL - hat mit dem Wettergott eine Wette abgeschlossen. Sollte es zwischen 1.
November 1999 und 31. März 2000 mehr als sechs Stunden hintereinander regnen, bekommen die Gäste seines neu eröffneten Tanjong Jara Resorts ihr Geld zurück. Law will mit dem verbreiteten
Vorurteil aufräumen, dass die Ostküste Malaysias zur Monsunzeit nicht besucht werden kann. «Es regnet schon einmal und auch heftig, aber nicht wochenlang am Stück», verspricht Law.
Das Hotel an der vom Massentourismus verschonten Ostküste bei Dungun hat einen Ruf zurückzugewinnen. 1979 wurde die Anlage im Stil eines malaysischen Dorfes eröffnet und prompt mit dem
Aga-Khan-Preis für Architektur ausgezeichnet. Vor fünf Jahren übernahm YTL Hotels & Properties das 17 Hektar große Anwesen. In den vergangenen Monaten ließ Projektentwickler Law rund 25
Millionen DM investieren. 88 Suiten mit 55 Quadratmeter Fläche und zwölf 88 Quadrameter große Strandbungalows mit den landestypischen Spitzdächern machen jeden ihrer Bewohner zu
einem kleinen Sultan - spätestens dann, wenn er nach der Ankunft in der Bungalow-Badewanne unter freiem Himmel liegt und mit den Orchideen auf dem Wasser spielt. Durch die geschwächte
malaysische Währung Ringgit sind die Preise für Europäer moderat.
Im August hat das «Soft Opening» - die weiche Eröffnung mit den ersten Gästen und dem frisch ausgebildeten Personal - begonnen.
Bis zur offiziellen Eröffnung im Frühjahr soll alles perfekt sein. Das vier Quadratmeter große Eingangsschild aus Ton-Kacheln wurde gerade fertiggestellt. Und die jungen Frauen hinter der Rezeption in
einer offenen Halle aus Edelholz-Pfeilern und mit handgeschnitzter Dachumrandung lächeln schon, als ob sie jeden Augenblick mit der Ankunft des echten Sultans rechnen würden. Gegen zu viel Ehrfurcht
ist die gebürtige Südafrikanerin Yvonne Boysen als Managerin für Gäste-Service unterwegs. Dank deutscher Großmutter («Ick bin ja fast eine jeborene Kaiser») gibt es ihre Witze auch in Plattdeutsch.
Angeboten wird das Hotel mit Sandstrand, Pools, Restaurants (mit chinesischem Chefkoch «Johann») sowie Fitness- und Massagezentrum vom Spezialveranstaler Asian Adventure, Laval
Platz 7-8, 40822 Mettmann, Telefon 02104/97310, Fax 02104/75129, E-Mail AsianAdventure@compuserve.com, Internet (in Vorbereitung) www.asian-adventure.de.
toa/tba
ADN5002 13. Okt 99 10:15 Uhr























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