Ein Rekord muß es zum Jubiläum sein - New York erwartet in diesem Jahr 34 Millionen Besucher und über 14 Milliarden Dollar Einnahmen

New York (ADN). Ohne Rekord kann New York sein Jubiläumsjahr 1998 nicht abschließen. Das New York Convention and Visitors Bureau (NYCVB) rechnet mit 34 Millionen Touristen - eine Million mehr als 1997, erklärte die Präsidentin des Tourismusbüros, Fran Reiter. Mit 33 Millionen lag die Zahl im vergangenen Jahr schon um 13 Prozent höher als 1996. Dieses Jahr ist trotz gestiegenen Dollarkurses das vierte in Folge mit Besucherwachstum. Kein Wunder: 1998 wurde das 100. Jubiläum der Gründung der Großstadt New York aus den Bezirken Manhatten, Brooklyn, Queens, Staten Island und Bronx gefeiert.

Die Besucher werden mehr als 14 Milliarden Dollar (über 23 Milliarden DM) in der Stadt ausgegeben haben. Damit werden über 130.000 Jobs gesichert. Angaben zu den ausländischen Besuchern wurden noch nicht gemacht, aber die 471.000 Deutschen standen 1997 nach Kanadiern (983.000) und Briten (726.000) an dritter Stelle, noch vor den Japanern (419.000). Obwohl Ausländer nur etwa ein Fünftel der Besucher in New York stellen, tragen sie zu 43 Prozent zu den gesamten Tourismuseinnahmen bei, beim Einkaufen ist es sogar ein Anteil von 70 Prozent.

Die über 60.000 Hotelzimmer sind um 85 Prozent ausgelastet - entsprechend hoch ist der durchschnittliche Zimmerpreis. Für 1998 wurde zur Jahresmitte ein Durchschnitt von 200 Dollar (330 DM) erwartet - die genaue Statistik kommt erst nächstes Jahr. Um 100 Dollar sollte man für ein vernünftiges Doppelzimmer mindestens einplanen. Und rechzeitiges Buchen empfiehlt sich zu Spitzenzeiten immer, denn Raumknappheit ist seit Jahren ein Problem für alle, die preiswerte Angebote suchen.

Und doch hat der Weihnachtsmann in der Einkaufsmetropole noch freie Zimmer. Selbst in der Hochsaison vor und um das Fest gibt es noch Hotelangebote, teilte das Fremdenverkehrsbüro mit. Kurzfristig kann über die kostenlose Nummer 1-800-846-ROOM (1-800-846-7666) gebucht werden, die allerdings nur von den USA aus zu erreichen ist, oder mit einem amerikaninschen Telefonservice von Deutschland aus. Weltweit ist dagegen der Zugang über das Internet www.nycvisit.com. Die meisten Hotels nehmen bis 2. Januar an dem Gemeinschaftsprogramm teil. Besucher sollten bei Terminen und Preisen aber flexibel sein, oder Pauschalangebote von Reisebüros zu Hause nutzen.

Neben den Einkaufstempeln, die nicht gerade preiswerter als in weniger überlaufenen Städten sind, warten 150 Museen, 37 Theater am Broadway und 18.000 Restaurants. Für 196 Millionen Dollar wurde der berühmte Zentralbahnhof «Grand Central Terminal» renoviert. Marmor, Nickel, Gold und Kristallleuchter sowie eine gewaltige Decke mit einem Sternenhimmel faszinieren Besucher seit 1913. Dazu gibt es mehrere Läden, beliebte Restaurants und täglich 500.000 Reisende.

Die Broadway-Unterhaltungsindustrie hat die Saison 1997/98 mit den besten Zahlen ihrer Geschichte abgeschlossen. 11,5 Millionen Besucher kamen in die Shows, 8,6 Prozent mehr als in der vorigen Saison, teilte die League of American Theatres and Producers mit. Der Gesamtumsatz wuchs um fast zwölf Prozent auf 558 Millionen Dollar. 33 neue Shows wurden präsentiert. Und für die kommende Saison wird nicht mit einem Rückgang gerechnet - weder bei Shows noch bei Besuchern noch bei den Einnahmen.

toa/tba
ADN5001 11. Dezember 1998 09:15 Uhr



Rekordbesucherzahl in New York - Aber weniger Deutsche

New York (ADN).
Die Metropole New York hat im vergangenen Jahr die höchste Touristenzahl in ihrer Geschichte registriert. Mit 33 Millionen Besuchern lag die Zahl um 13 Prozent höher als 1996, erklärte Bürgermeister Rudolph W. Giuliani am Montag abend. Die Touristen sichern 131.000 Arbeitsplätze und geben jährlich 14 Milliarden Dollar (knapp 25 Milliarden DM) aus. In diesem Jahr rechnet die Stadt mit einer weiteren Steigerung auf 34 Millionen Besucher und Ausgaben von 14,3 Milliarden Dollar.

Während die Gästezahlen aus Großbritannien und Brasilien am stärksten stiegen, gab es bei Kanadiern, Deutschen und Japanern einen Rückgang. Als Ursache werden wirtschaftliche Probleme und der gestiegene Dollarkurs vermutet. Genaue Zahlen zum Rückgang des deutschen Anteils wurden nicht genannt. Jährlich kamen bisher rund 450.000 Bundesbürger nach New York.

toa/tba
ADN5001 25. August 1998 09:43 Uhr

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