Dollarregen im sonnigen Miami für bessere touristische Angebote - Allein 663 Millionen Mark fließen in Hotelneubauten und -sanierung
Miami (ADN). Im «Sonnenscheinstaat» Florida scheint ein Dollarregen auszubrechen. Nach seinem dritten Besucherrekordjahr in Folge plant das Touristenzentum Miami in diesem Jahr Investitionen im dreistelligen Millionenbereich. Für 280 Millionen Dollar (505 Millionen Mark) sind Hotelneubauten vorgesehen oder kurz vor der Fertigstellung, teilte das Fremdenverkehrsbüro mit. Zu den bereits bestehenden 47.500 Zimmern werden dann in den kommenden drei Jahren 1.400 dazukommen. Renovierungen an Hotels sind für 22 Millionen Dollar vorgesehen oder schon in Arbeit. Für 66 Millionen Dollar wurde bereits saniert. Und die Hotels sind nur ein Teil des Kuchens, den die Branche für ihre 9,8 Millionen Jahresbesucher backt.
Für 47 Millionen Dollar will der Papageien-Zoo «Parrot Jungle» nach Watson Island umziehen. Die Insel liegt wesentlich näher
an der Touristenhochburg Miami Beach als der bisherige Standort im Süden Miamis. Für den 7,3 Hektar großen Park soll im April der Grundstein gelegt werden. Das «Miami Museum» und die nationale «Smithonian Institution» haben außerdem ihre
Zusammenarbeit angekündigt, um ein Ausstellungszentrum in der Innenstadt aufzubauen. Für acht Millionen Dollar wird gerade das «Bass Museum of Art» um 2.300 Quadratmeter erweitert, das Theater «Actor's Playhouse» plant 1,5 Millionen Dollar
für drei neue Bühnen. Das «Wolfsonian»-Museum im Art-Deco-Bezirk erhielt vom Staat zwei Millionen Dollar.
Völlig umsonst können Besucher von Miami Beach den durchgestilten «Electrowave»-Bus benutzen. Die neue Linie verkehrt
zwischen den städtischen Parkplätzen und Sehenswürdigkeiten im denkmalgeschützten Art-Deco-Bezirk. Gegenwärtig sind die Elektrofahrzeuge zwischen der 5. und 17. Straße unterwegs. In Zukunft soll die Strecke weiter wachsen. Die Firma «Water
Taxi» hat ein neues Schiff mit 74 Sitzen angeschafft und tourt damit zwischen Strandhotels und - restaurants. «Bus One» hat vier Millionen Dollar investiert und bietet Verbindungen nach Orlando (Sitz von Disney-Land) mit europäischen
Luxusreisebussen an.
Das Einkaufszentrum «Aventura Mall» hat eine 90 Millionen Dollar schwere Erweiterung abgeschlossen und ist damit das größte Einkaufszentrum im Südosten der Vereinigten Staaten. 214.000 Quadratmeter
Verkaufsfläche bringen auch den größten Kaufrausch zum Erliegen. Für März ist in dem Komplex noch die Eröffnung eines Kinos mit 7.400 Quadratmetern geplant. Im Stadtteil Coaral Gables wurde in der Zwischenzeit der Bau eines weiteren
Shoppingcenters genehmigt. Bis zum Jahr 2001 sollen im «Village of Merrick Park» 91.000 Quadratmeter für 275 Millionen Dollar (495 Millionen Mark) entstehen. Die noblen «Bal Harbour Shops» erweiterten bereits für 15 Millionen Dollar.
Die subtropische Glitzermetropole Südfloridas zieht mit ihren Investitionen und dem wachsenden Imagegewinn auch zunehmend die Filmindustrie an. Filmproduzenten investierten im vergangenen Jahr eine Rekordsumme von 212 Millionen Dollar
in Aufnahmen am Drehort Miami. Neben Spielfilmen und Musikvideos nehmen spanischsprachige Seifenopern für den südamerikanischen Markt und die Gruppe der
spanischsprachigen Einwanderer mehr und mehr Raum ein. Eddie Murphy, George Clooney, Michael Keaton, Kevin Bacon und Neve Campbell gehörten zu den Miami-Stars 1997.
Weitere Informationen gibt das Greater Miami Convention and
Visitors Bureau, 701 Brickell Avenue, Suite 2700, Miami, FL 33131, Telefon 001-305-539-3000, Fax 001-305-539-3113.
toa/sas
ADN5001 02. Mrz 98 10:01 Uhr






















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