Pavarotti müßte diesmal wirklich weinen - Malayische Privatinsel Pangkor Laut eröffnet das exklusivste Ferienhotel Asiens

Pangkor Laut (ADN). Um große Worte ist Luciano Pavarotti nicht verlegen. «Als ich aufwachte und herausging, habe ich fast geweint vor so viel Schönheit», sagte der Startenor nach der Eröffnung des Pangkor Laut Resorts vor fünf Jahren auf der gleichnamigen Privatinsel vor Malaysia. Diesmal würde er wirklich weinen müssen: Am 21. November 1998 wurde in der Marina Bay am gegenüberliegenden Ende der Robinson-Insel das exklusivste Ferienhotel Asiens eröffnet.

Whirlpool
Whirrlpool

Zimmer im herkömmlichen Sinn gibt es nicht mehr. Jeder Gast hat ein eigenes Anwesen für sich allein. Insgesamt existieren nur neun Stück davon und eines ist ständig für die Besitzer von Pangkor Laut reserviert. Ein Anwesen besteht aus mehreren Pavillons in malayischem Stil, die um einen überquellenden tropischen Garten mit Teichen, Flüssen und Pool gruppiert sind. Jeder Pavillon hat eine andere Funktion: Schlafen, Essen, Wohnen, manchmal ist auch ein Whirlpool untergebracht. Die Idee stammt vom traditionellen chinesischen Hof, in dem jedes Haus eine andere Funktion hat. Das größte Anwesen bietet vier Schlafräume. Von keinem kann man aber Dank der großen Pflanzen ins andere schauen.

ein Anwesen bei Nacht
Blick auf ein Anwesen

«Wir haben kein gewaltiges Atrium oder eine große Freitreppe. Wir haben besseres - die Natur», schwärmt Albert Sham. Der in der Schweiz ausgebildete Hotelfachmann ist mit «Asian Adventure» in Mettmann bei Düsseldorf Alleinvertreter in Deutschland für das Resort. Die Natur ließe sich auf Pangkor Laut auch von keinem Atrium die Show stehlen. Der Urwald auf der 121 Hektar großen Insel ist 80 Millionen Jahre alt. Erst 1902 kamen die ersten Siedler, die das Eiland aber schon 1908 wieder verließen. Bunte Hornvögel, Affen und Pfaue, die nahe der Stelzenhäuser im Wasser der Royal Bay siedeln, haben sich ihre Besitzansprüche nicht streitig machen lassen.

Der Sultan von Perak hat die Insel 1960 wiederentdeckt und sie für die nächsten 20 Jahre zu seiner privaten Robinson-Residenz gemacht. 1982 beauftragte er Dato Francis Yeoh - heute Chef des größten Baukonzerns Malaysias - mit dem Bau des Pangkor Laut Resort. Die Anlage in der Royal Bay zählt seit ihrer Eröffnung 1993 zu den exotischsten in Asien. Glanzlicht sind die 21 Villas im malayischen Stil, die auf Stelzen über dem Wasser thronen und über ein stabiles Holzbrückensystem zu erreichen sind. Am beliebtesten bei Besuchern sind die überdimensionierten Badewannen aus Stein, die aus der Villa herausragen und einen Blick nach drei Seiten zum Meer bieten.

Während die Seevillas 220 DM pro Person und Nacht kosten, müssen in der Marina Bay ab 2.500 US-Dollar für ein Luxusanwesen gezahlt werden. Dafür gibt es einen Koch und Butler je Anwesen sowie alle Speisen und Getränke inklusive. Ausgestattet sind die Pavillons mit Kunstwerken und Edelhölzern aus der Region sowie allen technischen Finenessen bis zum elektrischen Jalousieheber mit Fernbedienung. «Das ist hier sogar absolut preiswert. In Nordamerika kostet eine Präsidentensuite durchschnittlich 4.000 Dollar und da haben Sie noch nicht einmal Urwald dabei», meint der unabhängige Hotel-Consultant Jean-Paul Rebischung aus Berkshire in England.

Zu den Baukosten für die Luxusbucht auf der einstigen Lieblingsinsel des Sultans wird sich allerdings in Schweigen gehüllt. «Man kann einen Traum nicht in Zahlen fassen», lächelt Eigentümer Yeoh. Nur soviel ist in Erfahrung zu bringen: allein die kleine Straße hierher hat 22 Millionen DM verschlungen.

Weitere Informationen bei: Asian Adventure, Laval-Platz 7, 40822 Mettmann, Telefon 02104-97310, Fax 02104-75129, e-Mail AsianAdventure@compuserve.com.

toa/tba

ADN5001 12. Nov 98 09:36 Uhr


Traumhafte Betten


Kunst im Schlafzimmer


Schreibtisch


Blick zur Bucht


Ein Pool pro Gast


Preiswerter: Royal Bay

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