Der eine kann nicht fliegen, der andere nicht kochen - Lauda-air ist die einzige Fluglinie der Welt, bei der an Bord echte Köche werkeln

Wien (ADN).
Der eine kann nicht fliegen, der andere nicht kochen, aber gemeinsam sind sie in den Wolken ein unschlagbares Team: Attila
Dogudan und Niki Lauda. Die Lauda-air des ehemaligen Rennfahrers ist die einzige Fluglinie der Welt, bei der Business-Class-Reisende von einem «A-la-carte-Restauraunt», betrieben von
zwei richtigen Köchen, verwöhnt werden. Aufgewärmtes ist hier tabu, gekocht wird am richtigen Herd. Verantwortlich für die Gaumenfreunden an Bord der Lauda-air ist Dogudan, Chef eines der besten Restaurants in Wien.
Was vor einem Jahr auf der Strecke München-Miami-München begann und danach auf die Fernost-Strecken ausgedehnt wurde, wird nun an Bord der neuen Boing 777 perfektioniert: Fliegende Köche als fester Bestandteil des
Serviceprogrammes. Und das ist wörtlich zu nehmen, denn die Köche servieren das Essen, wann der Fluggast es möchte. Wählen kann der Gast aus der reichhaltigen Menu-Karte der Amadeus Class. Gegart wird mit
Heißluft und so sind selbst frische Spiegeleier am Morgen kein Problem. Fast kein Problem - «bleiben die Eier zu lange im Herd, sind sie Gummi», meint der Küchenchef.
Um gleichbleibend gute Qualität zu garantieren, kümmert sich Dogudan persönlich um die Einführung der wechselnden Menüs. So fliegt er mit seinem Team zu allen Catering-Partnern und zeigt den Köchen vor Ort die
Zubereitung der Speisen, die geschmackliche Abstimmung und auch auf die Präsentation der Speisen auf den Tellern, denn aus Plastikfolie auszupacken ist bei Lauda verpönt.
Es gibt kaum eine Auszeichnung, die die junge österreichische Airline noch nicht für ihre Bordverpflegung und ihr Servicekonzept bekommen hat. Vom Mercury Award über den Business Traveller Award reichen die Preise bis
zum Österreichischen Tischkulturpreis und dem Golden Globo. Fast dreißig Preise wurden der Lauda-air in den vergangenen Jahren verliehen.
«Meine Begegnung mit Attila Dogudan 1987 war schicksalhaft für uns beide.
Ich kann nicht kochen, er kann nicht fliegen. Da es mir in seinem Restaurant immer ausgezeichnet schmeckte und er gerne mit uns flog, haben wir beschlossen, gemeinsame Sache zu machen. Eine goldrichtige Entscheidung», kommentiert Lauda.
Die Luftfahrtkarriere des Rennfahrers begann vor zehn Jahren. Im Mai 1988 fiel der Startschuß zum ersten Linienflug nach Bangkok, Hong Kong und Sydney mit der ersten Boeing 767-300 ER in der Flotte der Lauda-air. Das
größte Problem: Die Landegenehmigung von Sydney fehlte. Die Landung verlief trotzdem erfolgreich. Heute sind die Australienflüge der Lauda-air Routine geworden.
Zum zehnjährigen Lauda-Jubiläum werden im neuen Winterflugplan ab 1.
November 1998 zwei Ziele in Lateinamerika neu ins Programm aufgenommen: Mexico und Cancun. Dazu kommt ab 27. Oktober eine Verbindung ins marrokanische Agadir. Die neue Boeing 777, die Ende
September ausgeliefert wird, fliegt nach Mexiko und auf zwei der vier wöchentlichen Verbindungen von München nach Miami sowie nach Australien. Ins sonnige Florida geht es mit der Neueinführung für passende
777 DM im Zeitraum von 1. Oktober bis 30. November.
toa/sas
ADN5001 25. Sep 1998 09:07 Uhr

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