Austrian Airlines mit Herz für süchtige Kunden - Für verzweifelte Raucher in Nichtraucherflügen gibt es «Nicorette»-Inhalatoren

 

Wien (ADN).
Während US-Fluggesellschaften rauchenden Passagieren schon einmal (im Scherz natürlich) mit dem Rauswurf drohen, haben die galanten Österreicher mehr Herz für süchtige Kunden. Für ganz verzweifelte Passagiere bietet Austrian Airlines ab kommenden Jahr einen speziellen Service an: In der Business Class stehen «Nicorette»-Inhalatoren bereit, um die Rauchentwöhnung an Bord zu  erleichtern. Es war eben schon immer etwas teurer, einen besonderen Geschmack zu haben.

Der Grund für die vorsorgliche Ankündigung: Ab 1. Januar werden zusätzlich zu allen Flügen nach Nordamerika und Israel auch alle Verbindungen innerhalb Europas und nach Nordafrika bei Austrian Airlines als Nichtraucherflüge geführt. Mit Sommerflugplan ab 28. März 1999 werden alle Austrian-Airlines-Flüge rauchfrei. Betroffen sind 116 Ziele in 65 Ländern auf allen fünf Kontinenten. Austrian Airlines trage damit dem Wunsch der überwiegenden Mehrzahl ihrer Passagiere nach mehr Wohlbefinden an Bord Rechnung, hieß es. Die Chartertochter Austrian Airtransport wird ab Sommerflugplan 1999 ebenfalls alle ihre Flüge rauchfrei halten.

Die Wiener können es sich leisten. Viel Auswahl haben rauchende Passagiere nicht mehr und die Kasse stimmt auch. In den ersten neun Monaten dieses Jahres lag das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit fast 76 Prozent über dem Vorjahresniveau und erreichte 1,28 Milliarden Schilling (182 Millionen DM). Mit 3,4 Millionen Passagieren stieg die Zahl um über zwölf Prozent. Die Austrian Airlines Aviation Group - zusätzlich mit Lauda Air und Tyrolean Airways - flog über sechs Millionen Passagiere.

Um die dominierende Position in den GUS-Staaten weiter auszubauen, plant Austrian Airlines im kommenden Jahr, Liniendienste nach Atyrau (Kasachstan), Baku (Aserbaidschan), Erewan (Armenien), und Tashkent (Usbekistan) aufzunehmen. Zudem ist ein Flug nach Montreal (Kanada) ab Mai geplant. Schon in diesem Jahr kamen in der Gruppe 17 neue Ziele hinzu - davon acht in Ost und Südosteuropa.

Der Aufsichtsrat genehmigte die Bestellung von sieben Flugzeugen des Typs Airbus A320/A321. Die Auslieferung erfolgt vom März 2001 bis Juni 2003. Die Investitionssumme liegt bei 3,3 Milliarden Schilling (471 Millionen DM). Damit sollen Flugzeuge des Typs MD-80 beschleuingt abgelöst werden. Die dann mehr als 90 Flugzeuge umfassende Flotte der Austrian Airlines Aviation Group zählt mit einem Durchschnittsalter von 5,8 Jahren zu den jüngsten weltweit. Für die kommenden fünf Jahre sind Investitionen in neue Flugzeuge im Gesamtwert von rund 25 Milliarden Schilling vorgesehen,

Weiteren Aufschwung soll die seit 7. Dezember laufende Werbekampagne für die am 30. März 1998 gegründete europäische Flugallianz «The Qualiflyer Group» bringen. Die umfaßt mittlerweile zehn Fluggesellschaften: Swissair, Austrian Airlines, Sabena, TAP-Air Portugal, Turkish Airlines, AOM, Crossair, Lauda Air, Tyrolean Airways und Air Littoral. Die Fluggesellschaften der Allianz-Partner befördern zusammen rund 48 Millionen Passagiere pro Jahr, betreiben eine Flotte von rund 450 Flugzeugen, beschäftigen 78.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und fliegen über 300 Ziele in 125 Ländern auf allen fünf Kontinenten an.

toa/tba


ADN5001 15. Dez 98 09:21 Uhr

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