Mehr Wettbewerb von Mainhattan nach Manhattan - American Airlines
eröffnet mit Sonderangeboten neue Linie über den Transatlantik
 

Frankfurt/Main (ADN).
Auf der verkehrsstärksten Luftstraße der Welt zwischen Europa und den USA will American Airlines den Wettbewerb weiter anheizen. Die US-amerikanische Gesellschaft eröffnet am 17. Mai nach knapp zehnjähriger Pause wieder eine Non-stop-Verbindung zwischen Frankfurt am Main und New York. Bisher war New York nur nach Umsteigen in Chicago zu erreichen. Flug AA 125 startet täglich um 10.45 Uhr in Frankfurt und landet um 13.30 Uhr in New York - der Rückflug AA 126 startet um 18.15 Uhr in New York John F. Kennedy Airport und landet in Frankfurt Rhein-Main am folgenden Tag um 8.20 Uhr. Obwohl bereits als fünftes Unternehmen auf der Route, rechnet American Airlines mit profitablen Geschäften.

Angeblich haben die Wall-Street-Bänker auf einen Zubringer von American-Airlines von Manhattan nach Mainhatten gedrängt. Das Unternehmen gilt in den USA als eines der besten. 1998 wurde es zum 15. Mal als «Best U.S. Domestic Carrier» vom Magazin «Executive Travel» gewählt. «Business Traveller» kürte die Gesellschaft fünf Mal in Folge als «Best North American Airline». «Wir sehen durch die  wachsende Bedeutung Frankfurts als europäisches Finanzzentrum gute Chancen für ein hohes Geschäftsreiseaufkommen zwischen beiden Banken- und Börsenmetropolen», sagt die Deutschland-Direktorin von American Airlines, Ivonne Brauburger.

Nach der Unternehmensphilosophie von Robert Crandall, der die Gesellschaft bis zu seinem Ruhestand 1998 führte, fliegen die Jets von American Airlines bei 50prozentiger Besetzung mit Vollzahlern in der Business und First Class in den schwarzen Zahlen. Von der neuen Verbindung profitieren auch Reisende der Touristenklasse von den Eröffnungstarifen zwischen 17. Mai bis 30. Juni. Hin- und zurück in der Economy Class geht es für 519 DM, in der Business Class für 2.800 DM und in der First Class für 5.000 DM (Reservierungen direkt bei American Airlines zum Ortstarif unter 0180-2342324). Eingesetzt wird eine Boeing 767-200 ER mit 165 Sitzplätzen - neun in der First, 30 in der Business und 126 in der Economy Class.

In New York plant American Airlines Investitionen in ein neues Terminal von einer Milliarde Dollar (1,8 Milliarden DM). «Wir rechnen mit Baubeginn im Juli dieses Jahres und mit einem Abschluß des kompletten Projektes im Jahr 2006», sagt Manager Donald Smith. Geplant sind 59 Flugsteige und Hallen von fast 200.000 Quadratmeter Größe, die jährlich 14 Millionen Passagiere bedienen können. 2.400 Passagiere sollen stündlich die 44 Paßkontrollschalter und 22 Zollkontrollpunkte passieren - sonst allgemein ein Nadelöhr bei der Einreise in die USA.

American Airlines fliegt Europa seit 1982 an. Von einem täglichen Flug von London nach Dallas ist das Geschäft ständig gewachsen. In der Hochsaison betreibt das Unternehmen bis zu 259 Nonstop-Flüge pro Woche auf 27 Strecken von zwölf Flughäfen in acht europäischen Ländern zu acht Zielen in den USA mit 230 Anschlußflügen. Neben Frankfurt - New York kommt ab 2. Juni Paris - Los Angeles neu in den Plan. American Airlines betreibt eine Flotte von 648 Flugzeugen und hat im vergangenen Jahr mehr als 81 Millionen Passagiere zu 162 Städten in 40 Ländern gebracht. Mit der Tochtergesellschaft American Eagle können Passagiere aus weiteren 1.386 Tagesflügen in den USA wählen.

toa/tba
ADN5001 01. Apr 99 09:53 Uhr

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